Eine der wesentlichsten „Baustellen" im Paar- Sein ist das Reich emotionaler Muster und der Interaktion zwischen den
Mustern der Partner. Spätestens nach dem Abklingen der ersten biochemischen Euphorie des Verliebtseins zeigen sich diese Muster.
Diese „Baustellen" sind wesentlicher als die Länge des Lingam, die Dauer oder Häufigkeit der Erektion beim Mann, die Qualität
der Reizung von Körperteilen oder die Öffnungsbreite der Yoni.
Die bereits unterbewusst in der ersten Begegnung mitschwingenden Vorannahmen, die sogenannten Prokjekjtionen machen sich breit.
Brennende Fragen:
Warum geschieht das und warum sind das keine Gefühle?
Gibt es Unterscheidungshilfen für den Bereich
Empfindungen (Sensations) - Gefühle - Emotionen und Stimmungen (Moods)?
Wie erkenne ich die Unterschiede und wie gehe ich damit um?
Die einzelnen Emotionen entwickeln sich aus einem undifferenzierten, unspezifischen Erregungszustand der Zellen nach der
Entstehung menschlichen Lebens durch Momente, in denen durch das Erleben und Wahrnehmen der Mutter (direkt) und des Vaters
(indirekt) ein Zellulargedächtnis aufgebaut wird, das parallel zur Entwicklung und nach der Geburt auch der Bewusstseinsentwicklung
des Kindes geformt wird. Aus der Fülle kontrahierender, kollabierender, verfestigender oder anderer Impulse entsteht eine
spezifische bioelektrische Formatierung, aus deren Signaturen in den verschiedenen Körperbereichen, bestimmte Erlebensformen
und Sinnesvorlieben verankert werden. In der Sprache der Spiritualität ist dies das EGO. Die stärksten Formatierungspunkte
sind die neurohormonellen Steuerungsräume (Drüsen oder auch Chakras).
Gute hilfreiche Modelle zur Erklärung emotionaler Grundmuster finden sich in den Modellen der 5 Weisheitsenergien im Buddhismus
und in dem Modell der Fixierungen des Enneagramms. Diese Muster werden schnell angesprochen, da ihre Schaltstellen im Körper
und im Gehirn verteilt sind. Wesentlich ist die Verknüpfung der Emotion mit einer Erinnerung und einer Bewertung, durch einen
Impuls der „kognitiven" Erfassung, genannt Gedanke. Vergleichen und Anhaften sind zwei typische Eigenschaften der Emotionen.
Eine Emotion ist ein Haufen alter , nicht- ensorgter Müll, der uns beschwert und uns und anderen Leid erschafft. Er verhindert
Liebe und Mitgefühl für den Anderen und trennt uns ab, von uns selbst und vom/ von der Geliebten. Nach der Auffassung von
Damasio (2000) sind Emotionen komplizierte Kombinationen von chemischen und neuralen Reaktionen des Gehirns, die eine
regulatorische Rolle spielen mit dem ursprünglichen biologischen Zweck, günstige Umstände für das Überleben des Organismus
zu schaffen. Emotionen benutzen den Körper (Eingeweide, Muskel-Skelett-System) als ihr Theater, haben aber auch einen Einfluss
auf diverse Gehirnfunktionen. Individuelle Lernprozesse und kulturelle Einflüsse verändern jedoch die Emotionen hinsichtlich
ihrer Auslöser und ihres Ausdrucks. Gefühle sind in der Unterscheidung hierzu, Spontanreaktionen des Organismus auf momentane
Eindrücke oder Erlebensmomente. Sie sind schnell im Erscheinen und Verschwinden und von kurzer unvermittelter Heftigkeit.
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Emotionen & Beziehungen